Wie viel Futter braucht ein Hund? Fütterungstabelle nach Gewicht
Es gibt keine einzige Zahl dafür, wie viel Trockenfutter ein Hund täglich braucht, das hängt von Gewicht, Aktivitätslevel, Alter und der Kaloriendichte des jeweiligen Futters ab. Eine Fütterungstabelle nach Gewicht ist trotzdem ein guter Ausgangspunkt, den du anpassen kannst, sobald du siehst, wie dein Hund tatsächlich reagiert.
Was die Menge wirklich bestimmt, nicht nur das Gewicht
Zwei gleich schwere Futtersäcke können ganz unterschiedliche Energiemengen enthalten, günstigeres Futter ist oft weniger kalorienreich, hochwertiges Futter mehr. Die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung deines konkreten Futters ist immer die zuverlässigste Quelle, die folgende Tabelle ist nur ein grober Ausgangspunkt, kein Ersatz dafür. Neben dem Gewicht spielt auch die Aktivität eine Rolle, ein Arbeitshund oder ein sehr aktiver Hund braucht spürbar mehr Energie als einer, der die meiste Zeit ruht.
Welpen, Senioren und aktive Hunde haben andere Bedürfnisse
Welpen wachsen und brauchen pro Kilogramm Körpergewicht deutlich mehr Kalorien als erwachsene Hunde, Welpenfutter unterscheidet sich zudem im Eiweiß- und Mineralstoffgehalt. Senioren brauchen oft weniger Energie, weil sie sich weniger bewegen und der Stoffwechsel langsamer wird, Seniorenfutter ist meist leichter und kalorienärmer. Arbeits- oder sehr aktive Hunde, besonders Hüte- oder Jagdrassen, können bis zu einem Viertel mehr Futter brauchen, als die Tabelle nahelegt.
Die Menge an die Kondition des Hundes anpassen
Der zuverlässigste Indikator ist nicht die Zahl auf der Waage, sondern wie dein Hund aussieht und sich anfühlt. Die Rippen sollten sich unter einer dünnen Fettschicht ertasten lassen, ohne sichtbar zu sein, und von oben betrachtet sollte eine Taille erkennbar sein. Nimmt dein Hund zu, reduziere die Portion schrittweise um ein paar Prozent, nimmt er ohne erkennbaren Grund ab, erhöhe sie und erwäge einen Tierarztbesuch. Eine monatliche Kontrolle hilft, einen Trend zu erkennen, bevor er zum Problem wird.
Häufige Fehler bei der Fütterung mit Trockenfutter
Der häufigste Fehler ist, die Menge über den Daumen zu peilen statt sie mit einer Küchenwaage oder einem Messbecher abzumessen, schon ein paar Gramm zu viel pro Tag summieren sich über ein Jahr zu einer spürbaren Gewichtszunahme. Der zweite Fehler ist, Leckerlis nicht in die Tagesration einzurechnen, sie sollten höchstens ein Zehntel der täglichen Kalorien ausmachen, sonst bringen sie die Balance durcheinander. Und drittens führt ein abrupter Futterwechsel ohne schrittweise Umstellung oft zu Magenproblemen, egal wie genau die Menge berechnet ist.
Fütterungstabelle: wie viel Trockenfutter pro Tag nach Gewicht
| Gewicht | Beispielrasse | Tagesmenge (ca.) |
|---|---|---|
| 2–4 kg | Chihuahua | 40–70 g |
| 5–8 kg | Dackel | 80–120 g |
| 9–14 kg | Mops | 130–190 g |
| 15–22 kg | Border Collie | 190–260 g |
| 23–32 kg | Labrador | 260–340 g |
| 33–45 kg | Berner Sennenhund | 340–430 g |
Die Werte sind ein grober Richtwert für einen erwachsenen Hund mit mittlerer Aktivität und Standardfutter. Orientiere dich beim konkreten Futter immer an der Tabelle auf der Verpackung.
Egal für welches Futter du dich entscheidest, die richtige Menge regelmäßig zu füttern ist die Basis einer gesunden Ernährung. Einen Überblick über Rassen und ihre Bedürfnisse findest du in unserem Hunderassen-Lexikon, mehr zu Trockenfutter, Fleisch und BARF liest du in unserem Artikel zur Hundefütterung.
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