Rottweiler: Temperament, Pflege und Eignung für Kinder

Rottweiler

Der Rottweiler ist eine kräftige deutsche Rasse, ursprünglich als Hüte- und Zughund gezüchtet, heute vor allem als treuer Beschützer der Familie bekannt. Er wiegt meist 35 bis 60 Kilogramm, Rüden sind deutlich schwerer als Hündinnen, und hinter seiner ruhigen Erscheinung stecken Selbstbewusstsein und Kraft, mit denen man von Anfang an im Training rechnen muss.

Wesen und Temperament

Der Rottweiler ist ruhig, selbstsicher und seiner Familie tief zugetan, Fremden gegenüber bleibt er eher zurückhaltend bis wachsam, was ihn zu einem natürlichen Wachhund macht. Ein gut geführter, sozialisierter Rottweiler ist ausgeglichen und berechenbar, ohne konsequente Erziehung und frühen Kontakt zu Menschen und anderen Hunden kann er dagegen dominant oder misstrauisch werden. Die Intelligenz der Rasse bedeutet, dass sie schnell lernt, aber genauso schnell auch schlechte Angewohnheiten übernimmt, wenn der Halter nicht konsequent bleibt.

Eignung für Kinder

★★★

Mit Kindern, mit denen er aufwächst, ist der Rottweiler meist geduldig und beschützend, seine Größe und Kraft bedeuten aber, dass Spiel mit kleinen Kindern immer beaufsichtigt werden muss. Die Rasse eignet sich nicht als erster Hund ohne Trainingserfahrung, Sozialisierung ab dem Welpenalter ist beim Rottweiler Pflicht, keine Option.

Pflege und Aufwand

Das kurze, dichte Fell braucht kaum Pflege außer wöchentlichem Bürsten, in der Fellwechselzeit häufiger. Der eigentliche Aufwand dieser Rasse liegt nicht im Fell, sondern in der Konsequenz der Erziehung, ein Rottweiler braucht klare Regeln und einen selbstsicheren Menschen von klein auf, sonst können sich seine Kraft und sein Selbstbewusstsein gegen den Halter richten.

Bewegung und Tagesrhythmus

Der Rottweiler braucht 1 bis 1,5 Stunden aktive Bewegung am Tag, eine Kombination aus Spaziergängen, Gehorsamstraining und geistiger Auslastung. Ohne genug Auslauf und Beschäftigung neigt er zu Übergewicht und Langeweile, die sich in destruktivem Verhalten zeigt. Er passt zu Hundesportarten wie Obedience oder Zugarbeit, nicht nur zum freien Herumlaufen im Garten.

Für wen sich der Rottweiler eignet

Der Rottweiler passt zu erfahrenen Hundehaltern, die konsequentes Training und Sozialisierung leisten können, und zu Familien mit eigenem Haus und Garten. Wenig geeignet ist er als erster Hund, für eine kleine Wohnung ohne Platz für regelmäßiges Training, oder für einen Haushalt, der ihm nicht täglich Stunden widmen kann.

Vergleiche ihn mit anderen kräftigen Rassen im Hunderassen-Lexikon, mehr zum Bewegungsbedarf allgemein liest du in wie viel Bewegung braucht ein Hund.

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