Akita Inu: Wesen, Erziehung und Ansprüche an Halter

Der Akita Inu ist eine große japanische Rasse, die ursprünglich zur Jagd und zum Bewachen in den Bergen der Präfektur Akita gehalten wurde. Er wiegt etwa 30 bis 45 Kilogramm und hat eine Schulterhöhe von rund 61 bis 67 Zentimetern. Weltweit bekannt ist er durch Hachiko, den Hund, der der Geschichte nach jahrelang an einem Bahnhof auf seinen verstorbenen Besitzer wartete, und genau diese Treue ist typisch für die Rasse.
Wesen und Temperament
Der Akita ist ruhig, würdevoll und seiner Familie tief ergeben, gegenüber Fremden aber zurückhaltend und misstrauisch. Er ist selbstständig und selbstbewusst, verlangt also nicht ständig Aufmerksamkeit, erwartet aber Respekt. Mit gleichgeschlechtlichen Hunden ist er oft unverträglich und hat einen starken Jagdtrieb, deshalb können kleine Tiere und fremde Hunde ein Problem sein.
Umgang mit Kindern
★★
Mit den Kindern der eigenen Familie versteht sich ein Akita meist gut und beschützt sie, für Familien mit kleinen Kindern ist er aber keine Rasse. Grobe Behandlung verträgt er nicht, fremde Kinder zu Besuch können ihn stressen, und jedes Spiel muss beaufsichtigt werden. Kinder müssen lernen, den Hund zu respektieren, zum Beispiel, ihn beim Fressen und Schlafen in Ruhe zu lassen.
Erziehung und Sozialisierung
Der Akita ist intelligent, aber eigensinnig und unabhängig, die Erziehung verlangt Erfahrung, Ruhe und Konsequenz. Blinder Gehorsam liegt nicht in seiner Natur, er reagiert gut auf positive Motivation und kurze Einheiten, Härte und Geschrei schrecken ihn eher ab. Frühe Sozialisierung mit Welpen, Menschen und verschiedenen Umgebungen ist unverzichtbar, sonst kann sich das Misstrauen gegenüber Fremden zum Problem auswachsen. Die Grundkommandos, mit denen du beginnen solltest, erklären wir im Artikel Hund Grundkommandos beibringen.
Bewegung und Energie
Ein Akita braucht etwa eine bis eineinhalb Stunden Bewegung am Tag, am besten eine Mischung aus Spaziergang, Schnüffeln und Spiel. Für lange Laufstrecken ist er nicht gemacht, doch Langeweile verträgt er schlecht und zerlegt ohne Auslastung schnell die Einrichtung oder wird unruhig. Draußen gehört er an die Leine, denn wegen des Jagdtriebs und seiner Abneigung gegen fremde Hunde ist freies Laufen keine gute Idee.
Gesundheit und Pflege
Das dichte Doppelfell haart zweimal im Jahr stark, in dieser Zeit muss es täglich gebürstet werden, sonst reicht einmal pro Woche. Ansonsten ist der Akita sauber, putzt sich ähnlich wie eine Katze gründlich selbst und riecht kaum. Die Rasse neigt zu Hüftdysplasie, Autoimmunerkrankungen, Augenproblemen und Magendrehung, deshalb lohnen sich ein seriöser Züchter, Gesundheitstests der Elterntiere und mehrere kleine Mahlzeiten am Tag statt einer großen.
Für wen der Akita Inu geeignet ist
Der Akita passt zu erfahrenen, ruhigen und konsequenten Haltern, die Zeit für Sozialisierung und Training haben und mit einem eigenständigen Hund gut zurechtkommen. Für Anfänger sowie für Haushalte mit anderen Tieren oder kleinen Kindern ist er meist eine anspruchsvolle Wahl. Kühles Wetter verträgt er gut, im Sommer braucht er Schatten und Wasser.
Weitere Rassen findest du in unserem Hunderassen-Lexikon, und auch der Siberian Husky und der Samojede haben ein dichtes nordisches Fell.
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